Wer Ferienwohnungen vermietet, freut sich zunächst über jede Buchung.
Ob sie über Booking.com, Airbnb, die eigene Website oder einen Stammgast kommt, scheint auf den ersten Blick zweitrangig.
Doch mit zunehmendem Umsatz wird eine Kennzahl immer wichtiger:
die Direktbuchungsquote.
Denn es macht wirtschaftlich einen erheblichen Unterschied, ob 5 %, 20 % oder 50 % deiner Buchungen über eigene Vertriebskanäle entstehen.
Eine höhere Direktbuchungsquote kann bedeuten:
- weniger Abhängigkeit von Buchungsportalen,
- geringere Vertriebskosten,
- mehr Kontrolle über die Kundenbeziehung,
- bessere Möglichkeiten zur Gästebindung,
- stärkere eigene Marke
- und einen wachsenden Stamm eigener Gäste.
Die Lösung besteht allerdings nicht darin, Booking.com und Airbnb einfach abzuschalten.
Eine nachhaltige Strategie lautet:
Portale für ihre Reichweite nutzen und gleichzeitig den eigenen Direktvertrieb systematisch ausbauen.
In diesem Ratgeber zeigen wir, wie du deine Direktbuchungsquote erhöhen kannst und welche Maßnahmen für Ferienvermieter besonders interessant sind.

Was ist die Direktbuchungsquote?
Die Direktbuchungsquote zeigt, welcher Anteil deiner Buchungen direkt bei dir und nicht über ein externes Buchungsportal zustande kommt.
Zu den Direktbuchungen können beispielsweise gehören:
- Buchungen über deine eigene Website,
- telefonische Buchungen,
- Buchungen per E-Mail,
- Stammgastbuchungen,
- Empfehlungen,
- Buchungen aus deinem Gästeclub
- oder andere eigene Vertriebskanäle.
Die Kennzahl hilft dir dabei, zu beurteilen, wie stark dein eigener Vertrieb bereits ist.
Wie berechnet man die Direktbuchungsquote?
Die einfachste Berechnung lautet:
Direktbuchungen ÷ Gesamtbuchungen × 100 = Direktbuchungsquote
Ein Beispiel:
Du erhältst innerhalb eines Jahres insgesamt:
200 Buchungen
Davon kommen:
50 Buchungen direkt
Dann beträgt deine Direktbuchungsquote:
50 ÷ 200 × 100 = 25 %
Deine Direktbuchungsquote beträgt also:
25 %
Das bedeutet:
Jede vierte Buchung entsteht bereits über deinen eigenen Vertrieb.
Direktbuchungsquote besser nach Umsatz oder Buchungen berechnen?
Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Denn eine reine Betrachtung der Anzahl der Buchungen kann ein falsches Bild vermitteln.
Nehmen wir an:
Du hast 100 Buchungen.
Davon sind 30 Direktbuchungen.
Damit beträgt deine Direktbuchungsquote nach Anzahl:
30 %.
Die Direktbuchungen haben aber möglicherweise einen durchschnittlichen Buchungswert von 500 Euro, während Portalbuchungen durchschnittlich 1.000 Euro wert sind.
Dann sieht die Umsatzverteilung ganz anders aus.
Deshalb solltest du zwei Kennzahlen messen:
Direktbuchungsquote nach Buchungen
Anzahl Direktbuchungen ÷ Gesamtbuchungen × 100
Direktbuchungsquote nach Umsatz
Direktbuchungsumsatz ÷ Gesamtumsatz × 100
Die zweite Kennzahl ist für die wirtschaftliche Bewertung häufig noch interessanter.
Beispiel: Direktbuchungsquote nach Umsatz
Angenommen, deine Ferienwohnungen erzielen:
100.000 € Jahresumsatz
Davon entstehen:
- 50.000 € über Booking.com
- 25.000 € über Airbnb
- 25.000 € direkt
Dann beträgt deine Direktbuchungsquote nach Umsatz:
25.000 € ÷ 100.000 € × 100 = 25 %
Damit stammen 25 % deines Umsatzes aus deinem eigenen Vertrieb.
Was ist eine gute Direktbuchungsquote?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.
Eine Unterkunft, die gerade erst eröffnet wurde, befindet sich in einer völlig anderen Situation als ein Ferienvermieter, der seit 15 Jahren tausende Gäste beherbergt hat.
Ein neuer Gastgeber benötigt häufig Portale, um schnell Reichweite und Bewertungen aufzubauen.
Ein etablierter Gastgeber besitzt dagegen bereits einen großen potenziellen Stamm ehemaliger Gäste.
Deshalb würde ich nicht fragen:
„Welche Direktbuchungsquote muss ich haben?“
Sondern:
„Steigt meine Direktbuchungsquote Jahr für Jahr?“
Das ist die entscheidende Entwicklung.
Beispiel für eine mögliche Entwicklung
Ein Ferienvermieter könnte sich beispielsweise so entwickeln:
| Jahr | Portalbuchungen | Direktbuchungen | Direktbuchungsquote |
| Jahr 1 | 180 | 20 | 10 % |
| Jahr 2 | 170 | 30 | 15 % |
| Jahr 3 | 150 | 50 | 25 % |
| Jahr 4 | 130 | 70 | 35 % |
| Jahr 5 | 110 | 90 | 45 % |
Dabei ist noch etwas wichtig:
Portalbuchungen müssen dafür nicht zwangsläufig sinken.
Wenn dein Gesamtgeschäft wächst, können Booking.com und Airbnb weiterhin viele Buchungen bringen, während deine Direktbuchungen noch stärker wachsen.
Das ist häufig die bessere Strategie.
Warum sollten Gastgeber ihre Direktbuchungsquote erhöhen?
1. Weniger Portalabhängigkeit
Wenn 90 % deiner Buchungen über einen einzigen Anbieter entstehen, hängt ein großer Teil deines Geschäfts von diesem Vertriebspartner ab.
Ändern sich:
- Gebühren,
- Ranking,
- Bedingungen,
- Sichtbarkeit
- oder Nachfrage,
kann das direkte Auswirkungen auf deinen Umsatz haben.
Ein stärkerer Direktvertrieb verteilt dieses Risiko.
2. Potenziell geringere Vertriebskosten
Portalbuchungen können mit erheblichen Vertriebskosten verbunden sein.
Aber wichtig:
Eine Direktbuchung ist nicht automatisch kostenlos.
Auch dafür können Kosten entstehen:
- Website,
- Buchungssoftware,
- Zahlungsanbieter,
- SEO,
- Google Ads,
- Social Media,
- Newsletter-Software,
- Personal
- oder Gästebindungssysteme.
Die richtige Frage lautet deshalb nicht:
Portal = teuer, direkt = kostenlos?
Sondern:
Was kostet mich eine Buchung über jeden einzelnen Vertriebskanal?
3. Mehr Kontrolle über die Kundenbeziehung
Bei einer Direktbuchung findet die Beziehung unmittelbar zwischen Gast und Gastgeber statt.
Du kontrollierst stärker:
- Kommunikation,
- Markenauftritt,
- Angebote,
- Buchungserlebnis,
- Zusatzleistungen,
- Stammgast-Vorteile
- und Nachbetreuung.
Das ist besonders wichtig, wenn du aus einmaligen Gästen langfristige Stammgäste machen möchtest.
4. Deine eigene Marke wird stärker
Wenn Gäste sagen:
„Ich habe bei Airbnb gebucht.“
ist Airbnb ein wichtiger Teil der Erinnerung.
Wenn Gäste dagegen sagen:
„Wir fahren wieder zu [Name deiner Unterkunft].“
hast du eine eigene Marke aufgebaut.
Eine höhere Direktbuchungsquote ist deshalb nicht nur eine Vertriebskennzahl.
Sie ist auch ein Indikator dafür, wie stark deine eigene Marke bereits geworden ist.
5. Stammgäste werden wirtschaftlich interessanter
Ein neuer Gast muss dich erst entdecken.
Ein Stammgast kennt bereits:
- deine Unterkunft,
- deine Lage,
- deinen Service,
- deine Qualität
- und den Buchungsprozess.
Das Vertrauen ist bereits vorhanden.
Genau deshalb sind Wiederkehrer für den Ausbau des Direktvertriebs besonders interessant.
Direktbuchungsquote erhöhen: 15 konkrete Maßnahmen
Jetzt kommen wir zum entscheidenden Teil.
Wie bekommst du tatsächlich mehr Direktbuchungen?
1. Eigene Website professionell aufbauen
Ohne eine gute eigene Website wird es schwierig.
Deine Website muss nicht nur hübsch aussehen.
Sie muss Buchungen erzeugen.
Ein Gast sollte dort sofort erkennen:
- Was wird angeboten?
- Wo befindet sich die Unterkunft?
- Wie sieht sie aus?
- Was kostet sie?
- Ist sie verfügbar?
- Warum sollte ich hier buchen?
- Wie kann ich buchen?
Der wichtigste Button sollte entsprechend deutlich sein:
Jetzt buchen
und nicht irgendwo versteckt im Footer stehen.
2. Buchung so einfach wie auf einem Portal machen
Portale haben Gäste an einfache Buchungsprozesse gewöhnt.
Datum auswählen.
Unterkunft auswählen.
Preis sehen.
Buchen.
Fertig.
Wenn dein Direktbuchungsprozess dagegen so aussieht:
Kontaktformular → Anfrage → zwei Tage warten → Angebot per E-Mail → Rückfrage → Überweisung
verlierst du einen Teil der Gäste.
Je einfacher die Direktbuchung, desto höher kann die Conversion Rate werden.
3. Sorge dafür, dass ehemalige Gäste deine Website finden
Stell dir vor, ein Gast möchte nach zwei Jahren wiederkommen.
Er erinnert sich an den Namen deiner Unterkunft.
Er sucht bei Google.
Was sieht er?
Im Idealfall:
deine eigene Website ganz oben.
Nicht ausschließlich Airbnb oder Booking.com.
Deshalb sind:
- Markenname,
- Domain,
- SEO,
- Google-Unternehmensprofil
- und lokale Sichtbarkeit
wichtige Bestandteile deiner Direktbuchungsstrategie.
4. Kommuniziere klare Direktbuchungsvorteile
Ein Gast braucht einen Grund, direkt zu buchen.
Aber dieser Grund muss nicht immer sein:
10 % günstiger.
Das kann deine Marge unnötig reduzieren.
Andere Vorteile können beispielsweise sein:
- kostenloser Late Check-out,
- früher Check-in,
- Willkommensgeschenk,
- Parkplatz,
- bessere Zimmer-/Wohnungsauswahl,
- kostenlose Zusatzleistung,
- flexible Umbuchung,
- exklusives Angebot,
- Punkte,
- Stammgaststatus
- oder persönliche Betreuung.
Die zentrale Botschaft lautet:
Direkt buchen lohnt sich für den Gast.
5. Nutze deine Unterkunft selbst als Marketingkanal
Das wird erstaunlich häufig vergessen.
Der beste Zeitpunkt, einen zukünftigen Direktbucher zu gewinnen, kann sein:
während er bereits bei dir wohnt.
Warum?
Weil der Gast deine Leistung gerade erlebt.
Du kannst beispielsweise dezent auf deine eigenen Angebote hinweisen:
- QR-Code zur Website,
- Gästeclub-Karte,
- WLAN-Karte,
- Gästemappe,
- Aufsteller,
- Flyer,
- Willkommenskarte
- oder Check-out-Kommunikation.
Nicht aggressiv.
Sondern hilfreich.
6. Verwandle Gäste in Mitglieder deines Gästeclubs
Hier verändert sich die Strategie fundamental.
Ohne Gästeclub:
Gast → Aufenthalt → Abreise → Kontakt endet
Mit Gästeclub:
Gast → Aufenthalt → Clubmitglied → Beziehung → Wiederkehrer → Empfehlung
Der Gästeclub schafft eine Verbindung zwischen dem ersten Aufenthalt und zukünftigen Buchungen.
7. Baue Stammgast-Vorteile auf

Menschen mögen Anerkennung.
Ein Stammgast sollte merken:
Es macht einen Unterschied, dass ich schon einmal hier war.
Mögliche Vorteile:
- Bonuspunkte,
- exklusive Angebote,
- bevorzugte Buchungszeiträume,
- kleine Geschenke,
- Late Check-out,
- Upgrades,
- persönliche Empfehlungen
- oder Statusvorteile.
Dadurch entsteht ein zusätzlicher Grund, wiederzukommen.
8. Bleibe nach dem Aufenthalt in Kontakt
Viele Gastgeber kommunizieren:
vor der Reise: sehr viel.
während der Reise: ausreichend.
nach der Reise: gar nicht.
Dabei liegt genau dort großes Potenzial.
Mit entsprechender Einwilligung und unter Beachtung der geltenden Datenschutz- und Marketingregeln kannst du Gäste später beispielsweise informieren über:
- Saisonangebote,
- Veranstaltungen,
- neue Unterkünfte,
- Stammgast-Vorteile,
- besondere freie Zeiträume,
- Club-Aktionen
- oder relevante Neuigkeiten.
Dabei gilt:
Relevanz schlägt Frequenz.
9. Segmentiere deine ehemaligen Gäste
Nicht jeder Gast sollte dieselbe Nachricht erhalten.
Beispiele:
Familien
Ferienzeiten und familienfreundliche Angebote.
Paare
Wochenenden und romantische Aufenthalte.
Hundebesitzer
Angebote für hundefreundliche Unterkünfte.
Stammgäste
besondere Vorteile.
Gäste aus der Nebensaison
Angebote für ähnliche Zeiträume.
Je relevanter deine Kommunikation ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Wiederbuchung.
10. Nutze Empfehlungen
Ein zufriedener Gast kann mehr als selbst wiederkommen.
Er kann neue Gäste bringen.
Ein Empfehlungsprogramm könnte beispielsweise funktionieren:
Gast empfiehlt Freund
↓
Freund bucht
↓
Gast erhält Punkte
↓
Freund wird ebenfalls Clubmitglied
↓
neuer Wiederkehrer entsteht
Damit wächst dein eigener Vertrieb nicht nur über Wiederholungsbuchungen, sondern auch über Empfehlungen.
11. Optimiere dein Google-Unternehmensprofil
Für Direktbuchungen ist Google besonders interessant.
Viele Gäste suchen:
- nach Unterkünften in der Region,
- nach deinem Namen,
- nach Bewertungen,
- nach Telefonnummer,
- nach Website
- oder nach Anfahrt.
Ein professionelles Google-Unternehmensprofil kann dabei helfen, Gäste auf deine eigene Website zu führen.
Achte auf:
- korrekte Daten,
- hochwertige Fotos,
- Website-Link,
- Bewertungen,
- aktuelle Informationen
- und vollständige Beschreibung.
12. Investiere in SEO
SEO kann langfristig zu einem wichtigen Direktbuchungskanal werden.
Beispiele für Suchanfragen:
Ferienwohnung Möhnesee direkt am See
Ferienwohnung mit Hund Möhnesee
Ferienwohnung Möhnesee 4 Personen
Ferienwohnung mit Seeblick Möhnesee
Wenn deine eigene Website für solche Begriffe sichtbar wird, konkurrierst du direkt um Gäste, bevor sie zwingend auf einem Buchungsportal landen.
Das ist besonders interessant, weil organischer Traffic über längere Zeit wiederholt Buchungen erzeugen kann.
13. Verbessere deine Wiederbuchungsrate
Eine Direktbuchungsstrategie darf nicht ausschließlich auf Neukunden ausgerichtet sein.
Miss deshalb:
Wie viele ehemalige Gäste kommen wieder?
Wenn du 1.000 Gäste pro Jahr beherbergst und nur 5 % wiederkommen, sind das:
50 Wiederkehrer.
Steigerst du die Quote auf 15 %:
150 Wiederkehrer.
Das sind 100 zusätzliche potenzielle Wiederholungsbuchungen – ohne dass du 100 völlig neue Gäste überzeugen musst.
14. Messe die Kosten jedes Vertriebskanals
Erstelle beispielsweise monatlich eine Tabelle:
| Kanal | Umsatz | Kosten | Kostenquote |
| Airbnb | 20.000 € | 3.100 € | 15,5 % |
| Booking.com | 25.000 € | 3.750 € | 15 %* |
| Eigene Website | 15.000 € | 750 € | 5 %* |
| Stammgäste | 10.000 € | 300 € | 3 %* |
*Beispielwerte, keine allgemeinen Gebührenangaben.
Damit kannst du erkennen, welche Kanäle tatsächlich profitabel sind.
15. Setze dir ein konkretes Direktbuchungsziel
„Ich möchte mehr Direktbuchungen“ ist kein gutes Ziel.
Besser:
Wir möchten unsere Direktbuchungsquote innerhalb von zwölf Monaten von 18 % auf 30 % steigern.
Dann kannst du monatlich messen:
Januar: 18 %
März: 20 %
Juni: 23 %
September: 27 %
Dezember: 30 %
Jetzt wird aus einem Wunsch eine steuerbare Unternehmenskennzahl.
Welche Direktbuchungsquote sollte ich anstreben?
Es gibt keinen Wert, der für jeden Vermieter passt.
Zur strategischen Orientierung kann man aber Entwicklungsstufen definieren:
| Direktbuchungsquote | Strategische Einordnung |
| unter 10 % | Direktvertrieb noch sehr schwach |
| 10–20 % | erste eigene Nachfrage vorhanden |
| 20–30 % | eigener Vertrieb gewinnt Bedeutung |
| 30–50 % | starker Vertriebsmix |
| über 50 % | sehr hoher Direktanteil |
Wichtig: Diese Werte sind keine Branchenbenchmarks, sondern eine strategische Orientierung.
Ein Gastgeber mit 15 % Direktbuchungen kann hochprofitabel sein.
Ein anderer mit 60 % kann trotzdem Probleme haben.
Entscheidend sind Kosten und Deckungsbeiträge.
Mehr Direktbuchungen bedeuten nicht automatisch mehr Gewinn
Das ist ein wichtiger Punkt.
Angenommen:
Eine Portalbuchung kostet dich effektiv:
15 %
Du gewinnst eine Direktbuchung aber über Google Ads.
Dafür entstehen:
- 10 % Werbekosten,
- 3 % Zahlungsgebühren,
- 5 % Direktbuchungsrabatt.
Dann liegt dein Aufwand möglicherweise sogar über den Portalkosten.
Deshalb solltest du nicht nur die Direktbuchungsquote optimieren.
Du solltest optimieren:
profitablen Direktumsatz.
Der günstigste Direktbucher kann dein ehemaliger Gast sein
Und genau deshalb sind Stammgäste strategisch so interessant.
Ein ehemaliger Gast:
- kennt deine Unterkunft,
- kennt die Lage,
- kennt deine Qualität,
- kennt deinen Service
- und vertraut dir bereits.
Du musst dieses Vertrauen nicht noch einmal vollständig aufbauen.
Das kann die Wiedergewinnung erheblich erleichtern.
Beispiel: Was 20 Prozentpunkte mehr Direktbuchungen bewirken können
Nehmen wir:
200.000 € Jahresumsatz
Aktuelle Direktbuchungsquote:
20 %
Damit entstehen:
40.000 € direkt
und:
160.000 € über andere Kanäle.
Jetzt steigt deine Direktbuchungsquote auf:
40 %
Dann entstehen:
80.000 € direkt.
Die Verschiebung beträgt:
40.000 € Buchungsvolumen.
Angenommen, diese 40.000 Euro wären ansonsten über einen Kanal mit beispielhaft 15 % Vertriebskosten entstanden:
6.000 €
potenziell vermiedene Portalkosten.
Aber:
Davon müssen die Kosten des Direktvertriebs abgezogen werden.
Wenn diese beispielsweise 2.000 Euro betragen, läge die rechnerische Verbesserung bei:
4.000 €
Das ist die Zahl, die wirtschaftlich zählt.
Direktbuchungsquote und Stammgastquote gehören zusammen
Ich würde deshalb niemals nur eine Kennzahl beobachten.
Mindestens diese vier gehören zusammen:
Direktbuchungsquote
Wie viele Buchungen entstehen direkt?
Wiederkehrerquote
Wie viele Gäste kommen erneut?
Gästeclub-Quote
Wie viele Gäste treten deinem eigenen Gästestamm bei?
Empfehlungsquote
Wie viele neue Gäste entstehen durch bestehende Gäste?
Zusammen zeigen diese Kennzahlen, ob dein eigener Vertrieb tatsächlich stärker wird.
Ein möglicher Direktbuchungs-Funnel
Ein modernes Ferienvermietungsgeschäft könnte folgendermaßen funktionieren:
Booking.com / Airbnb / Google
↓
Neuer Gast
↓
großartiger Aufenthalt
↓
Gästeclub
↓
Stammgast-Vorteile
↓
Kommunikation
↓
Wiederkehrer
↓
Direktbuchung
↓
Empfehlung
↓
neuer Gast
Damit werden Portale nicht bekämpft.
Sie werden Teil eines größeren Vertriebssystems.
Warum ein Gästeclub die Direktbuchungsquote beeinflussen kann
Ein Gästeclub löst ein grundlegendes Problem:
Wie bleibt der Gastgeber nach dem Aufenthalt mit seinem Gast verbunden?
Ohne System endet die Beziehung häufig beim Check-out.
Mit einem Gästeclub kann der Gast freiwillig Teil deiner eigenen Community werden.
Dadurch kannst du – im Rahmen der jeweiligen Einwilligungen und rechtlichen Vorgaben – langfristig:
- Stammgast-Vorteile anbieten,
- Punkte vergeben,
- relevante Angebote kommunizieren,
- Empfehlungen fördern
- und Wiederholungsbuchungen unterstützen.
Genau hier setzt Tillabu an.

Mit Tillabu die Direktbuchungsquote langfristig steigern
Tillabu wurde entwickelt, um Gastgeber beim Aufbau eines eigenen Gästestamms zu unterstützen.
Das Prinzip ist einfach:
Portale bringen neue Gäste.
Du begeisterst sie während des Aufenthalts.
Tillabu hilft dir, daraus langfristige Gästebeziehungen aufzubauen.
Ein möglicher Ablauf:
1. Gast kommt über Booking.com oder Airbnb
↓
2. Gast erlebt deine Unterkunft
↓
3. Gast tritt deinem Tillabu-Gästeclub bei
↓
4. Gast sammelt Vorteile und Punkte
↓
5. Du bleibst mit ihm verbunden
↓
6. Gast kommt wieder
↓
7. zukünftige Direktbuchung
↓
8. Gast empfiehlt deine Unterkunft
Damit wächst dein eigener Vertrieb mit jedem neuen Gast.
90-Tage-Plan: Direktbuchungsquote erhöhen
Wenn du heute starten möchtest, würde ich so vorgehen:
Tage 1–30: Messen und Grundlagen schaffen
- aktuelle Direktbuchungsquote berechnen
- Umsatz nach Vertriebskanal analysieren
- Vertriebskosten erfassen
- Website prüfen
- Buchungsprozess testen
- Google-Sichtbarkeit überprüfen
Tage 31–60: Gästebindung aufbauen
- Gästeclub einführen
- QR-Codes in Unterkünften platzieren
- Direktbuchungsvorteile definieren
- Stammgast-Vorteile entwickeln
- Einwilligungsprozesse sauber aufsetzen
- Check-out-Kommunikation verbessern
Tage 61–90: Aktivieren und optimieren
- ehemalige Gäste segmentieren
- erste relevante Kampagne durchführen
- Empfehlungen testen
- SEO-Seiten ausbauen
- Direktbuchungs-Conversion messen
- Ergebnisse vergleichen
Danach beginnt der Prozess erneut.
Fazit: Direktbuchungsquote erhöhen statt Portale abschalten
Wenn du deine Direktbuchungsquote erhöhen möchtest, musst du nicht gegen Booking.com oder Airbnb kämpfen.
Nutze Portale dort, wo sie dir helfen:
bei Reichweite und Neukundengewinnung.
Baue gleichzeitig etwas Eigenes auf:
deine Marke.
deine Website.
deine Direktbuchungen.
deinen Gästestamm.
deinen Gästeclub.
deine Empfehlungen.
Dann verändert sich dein Vertrieb schrittweise.
Aus:
„Wo bekomme ich die nächste Buchung her?“
wird:
„Wie viele meiner bisherigen Gäste kommen wieder?“
Und genau diese Veränderung kann langfristig einen großen Unterschied machen.
Portale bringen dir Gäste. Tillabu hilft dir, sie zu behalten.
Mit Tillabu kannst du deinen eigenen Gästeclub aufbauen und aus einmaligen Gästen langfristige Stammgäste entwickeln.
Belohne Treue.
Förder Wiederholungsbuchungen.
Gewinne Empfehlungen.
Stärke deine eigene Marke.
Und erhöhe Schritt für Schritt deinen Anteil an Direktbuchungen.
→ Jetzt mit Tillabu den eigenen Gästeclub aufbauen
Häufig gestellte Fragen zur Direktbuchungsquote
Was ist die Direktbuchungsquote?
Die Direktbuchungsquote beschreibt den Anteil der Buchungen, die direkt beim Gastgeber und nicht über externe Buchungsportale zustande kommen.
Wie berechne ich meine Direktbuchungsquote?
Teile die Anzahl deiner Direktbuchungen durch die Gesamtzahl deiner Buchungen und multipliziere das Ergebnis mit 100. Alternativ kannst du die Quote anhand des Umsatzes berechnen.
Was ist eine gute Direktbuchungsquote für Ferienwohnungen?
Es gibt keinen universell richtigen Wert. Entscheidender ist, ob dein Direktbuchungsanteil langfristig steigt und ob deine direkten Buchungen wirtschaftlich profitabel sind.
Wie kann ich meine Direktbuchungsquote erhöhen?
Besonders wichtig sind eine professionelle eigene Website, ein einfacher Buchungsprozess, SEO, Google-Sichtbarkeit, Direktbuchungsvorteile, Stammgäste, Gästebindung, ein Gästeclub und Empfehlungen.
Sind Direktbuchungen kostenlos?
Nein. Auch Direktbuchungen können Kosten für Website, Software, Zahlungsabwicklung, Werbung, SEO oder Rabatte verursachen. Deshalb solltest du die tatsächlichen Vertriebskosten vergleichen.
Muss ich Booking.com und Airbnb verlassen, um mehr Direktbuchungen zu bekommen?
Nein. Portale können weiterhin wertvolle Neukunden liefern. Ziel sollte vielmehr sein, parallel eigene Vertriebskanäle aufzubauen.
Warum sind Stammgäste für Direktbuchungen so wichtig?
Stammgäste kennen und vertrauen deine Unterkunft bereits. Dadurch ist die Hürde für eine erneute direkte Buchung häufig geringer als bei einem vollkommen neuen Gast.
Wie kann ein Gästeclub die Direktbuchungsquote steigern?
Ein Gästeclub hilft dabei, nach dem Aufenthalt eine langfristige Beziehung zum Gast aufzubauen. Stammgast-Vorteile, relevante Kommunikation, Punkte und Empfehlungen können Wiederholungsbuchungen fördern.
Was ist wichtiger: Direktbuchungsquote oder Wiederkehrerquote?
Beide Kennzahlen sollten gemeinsam betrachtet werden. Die Direktbuchungsquote misst deinen eigenen Vertrieb, während die Wiederkehrerquote zeigt, wie erfolgreich du Gäste langfristig bindest.
Wie hilft Tillabu bei mehr Direktbuchungen?
Tillabu unterstützt Gastgeber beim Aufbau eines eigenen Gästeclubs. Gäste können zu Mitgliedern werden, Vorteile erhalten und langfristig an die Unterkunft gebunden werden. Dadurch können Wiederholungsbuchungen, Empfehlungen und der eigene Direktvertrieb gestärkt werden.


